Matratzen-Systeme
Übersicht
Das Spektrum an Matratzen ist enorm gross. Umso schwieriger ist es, einen Überblick zu erreichen und herauszufinden, welche Art oder welches Modell den persönlichen Bedürfnissen optimal entspricht. Ein wichtiges Unterscheidungs-Merkmal ist der grundsätzliche Aufbau. Es gibt die unterschiedlichsten Materialien, mit denen Matratzen gebaut werden können. Eine Haupt- Frage ist dabei immer: Mit welchem Material erzielt man welche Wirkung? Jedes Material hat zudem Vorteile, jedoch auch Nachteile. Über die Nachteile redet jedoch kaum ein Verkäufer oder Hersteller. Viele Verkäufer wissen auch zu wenig über die Nachteile oder unterdrücken diese Informationen bewusst. Doch die Nachteile zeigen sich dann zu Hause. Um die eigene, richtige Matratze wählen zu können, ist es sehr wichtig, Vor- und Nachteile sowie das Matratzen- Profil (Charakter) zu kennen.
Schaumstoff
Kaltschaum (hochwertig), Polyether (günstig)
Diese Matratzen sind in Ihrem Charakter am vielfältigsten. Das heisst, die Bandbreite an verschiedenen Liegetypen und Funktionen, welche mit Schaumstoffen erreicht werden können, ist von allen Materialien mit Abstand am Grössten. Jeder Schaumstoff ist in seiner Eigenschaft einzigartig, lässt sich ideal kombinieren und bearbeiten.
Bei der Qualität von Schaumstoffen gibt es enorme Unterschiede. Diese zeigen sich auch im Preis. Gute Schaumstoffe haben exzellente Werte in der Klimaregulierung und Langlebigkeit. Viele sind heutzutage dank modernster Technik sehr ökologisch hergestellt und in der Entsorgung positiv. Besser als z.B. Metall-Federn, Luft- oder Wasserbetten. Aus diesen Gründen haben sich Schaumstoff-Matratzen in der Schweiz in den letzten 60 Jahren klar bewährt und haben mit Abstand den grössten Marktanteil (ca. 70 %). Ein Grund dafür ist der Umstand, dass einer der besten Schaumstoff-Hersteller in der Schweiz beheimatet ist. Auch im Medizinbereich werden durchwegs Schaumstoff-Matratzen eingesetzt.
PS: Schaumstoff-Skandale waren in der Vergangenheit immer bei Billig-Schaumstoffen. Hochwertige Schaumstoffe sind mit Öko-Zertifikaten ausgezeichnet und in allen Aspekten unbedenklich.
Vorsicht: Bei Matratzen mit Stepp-Schaum in der Oberfläche Es gibt Matratzen, bei denen in der Hülle zusätzlich ein weicher, sogenannter Stepp-Schaum fest eingesteppt ist. Dies macht man meistens bei günstigen Matratzen, damit sie wertiger und teurer aussehen. Diese Massnahme ist jedoch kontraproduktiv, da Stepp-Schaum einige Nachteile mit sich bringt. So wird beispielsweise das Klima wie eine Barriere massiv eingeschränkt und es wird zu warm. Zudem kann die Hülle deswegen nicht gewaschen werden.
+
- sehr gutes Material für alle Bedürfnisse
- sehr hohe Formbeständigkeit
- sehr punktelastisch
- sehr luftdurchlässig (bei hochwertigen, ausser visco-elastischer Memory-Schaum)
- individuell produzierbar
- punktuell, sehr detailbetont möglich
- für ergonomische Bedürfnisse
- zugeführte «intelligente» Funktionen über Rezeptur möglich
- leicht
- hygienisch
- hohe Langlebigkeit (bei guter Qualität)
-
- kein nachwachsender Rohstoff
- bei geringer Qualität: warm, brüchig, Tendenz zu Muldenbildung
Visco-elastischer Schaumstoff
(Thermo- oder Memory-Schaum)
Matratzen mit diesem einzigartigen Schaumstoff mit stark einsinkendem Liegegefühl zeichnen sich durch eine sehr hohe Druckentlastung aus. Es ist ein Schaumstoff, der sehr träge bzw. verzögert einsinkt. Dadurch ist die Anpassung sehr sanft, ohne festen Gegendruck. Dieser Spezial-Schaumstoff ist aber auch gewöhnungsbedürftig (etwas wie «Treibsand»?). Je nach Typ reagiert der Schaum sofort, etwas verzögert oder stark verzögert. Dieser Schaum wird darum auch viel im Medizin-Bereich eingesetzt.
Der grosse Nachteil ist jedoch die hohe Wärmeentwicklung (sehr hohes Raumgewicht, dadurch sehr dicht). Weiter stützt der Schaum nicht aktiv, was die Muskulatur sehr träge werden lässt. Dazu sind die Matratzen sehr schwer. In den 90er und 00er Jahren hatten diese Matratzen grossen Zuwachs. In den letzten Jahren ging der Absatz stark zurück, so dass dieser Matratzen-Typ heute eine Spezial-Nische einnimmt.
+
- extrem hohe, sanfte, verzögerte Druckentlastung (Hauptgrund)
- sehr punktelastisch
-
- keine aktive Stützung möglich
- sehr warm, wenig Belüftung
- meist nur Stoff direkt auf Schaumstoff für direkte Wirkung (keine oder wenig Wolle in Bezüge für bessere Klimaregulierung)
- kein nachwachsender Rohstoff
- hohe Tendenz zu nachlassender Stützkraft und zu Muldenbildung
- sehr schwer (Handling)
Latex
Matratzen mit Latex setzen auf Natur und werden dort eingesetzt, wo es
geschmeidig sein soll. Neben der Orientierung zur Natur ist diese Eigenschaft der Hauptvorteil für diesen Matratzentyp. Leider sind nicht alle eingesetzten Latex-Materialien hundertprozentig aus Natur-Latex, sondern viele
weisen einen Anteil an chemischen Zusatzstoffen für die Geschmeidigkeit und die Haltbarkeit auf (unbedingt nachfragen). Zudem sind Latex-Matratzen in der Ökobilanz nicht ohne Zweifel, da sie sehr viel Energie für die Herstellung benötigen,
weil sie quasi «gebacken» werden. Viele Latex-Matratzen sind sehr anfällig auf Muldenbildung, warum sie sehr viel in der Kombination mit herkömmlichen Schaumstoffen verarbeitet werden oder sehr dünn direkt auf einen festen Untergrund (Lattenrost)
eingesetzt werden.
Latex-Matratzen hatten in den 90er Jahren einen starken Zuwachs und verloren in den 00er Jahre kontinuierlich stark an Terrain. Viele Hersteller in der Schweiz führen heute keine reinen Latex-Matratzen mehr im
Angebot.
+
- sehr geschmeidig
- punktelastisch
- Natur (teilweise mit Einschränkungen)
-
- keine aktive Stützung möglich
- sehr warm (auch wenn Löcher)
- braucht viel Energie zur Herstellung
- höhere Tendenz zu nachlassender Stützkraft und zu Muldenbildung
- eingeschränkte Langlebigkeit (wird brüchig)
- sehr schwer (Handling)
Federn / Boxspring (Metall, klassisch)
Bonell-Federn (offen)
Taschenfedern (einzeln eingepackte Federn)
Matratzen mit Metall-Federn sind eine der am längsten existierenden Typen auf dem Markt. Eine Federkern-Matratze hat einen ganz eigenen Liegecharakter, der sich je nach Feder-Typ und Kombination von «sanft wiegendem Federeffekt» über «schwankend» bis zu einem «Trampolin-Effekt» äussert. Das Spektrum unterscheidet sich enorm, auch aus dem kulturellen Hintergrund des Hersteller-Landes und aus dem Qualität/Preis-Niveau heraus. Dabei ist auch wichtig, wie die Federkern-Matratze abgestimmt ist und eingesetzt wird - ob die Matratze auf einer neutralen Unterlage (Lattenrost, Holzplatte) oder in einem Boxspring-Bett liegt (Federkern-Matratze auf Unterfederung). Ein doppelt gefedertes Boxspring-Bett birgt die Gefahr (vor allem einfache, günstige), dass durch die beiden aufeinander wirkenden Federungen ein Trampolin-Effekt entsteht.
Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Federkern-Matratzen: Der einfache, günstige «Bonell»-Feder-Aufbau – ein offenes Geflecht aus Drahtfederung. Und der hochwertigere Taschen-Feder-Aufbau, bei dem jede Sprung-Feder einzeln verpackt ist. Metall-Federkern- Matratzen waren in der Schweiz bis Ende der 50er Jahre verbreitet (wenn auch ergänzend dazu noch sehr viele Metallrost-Betten mit einzelnen Polsterauflagen existierten - heute nur noch in Museen). Aufgrund verschiedener Probleme mit Federn (Durchhängen) und dem gleichzeitigen Siegeszug moderner, neuartiger Schaumstoff-Matratzen sowie Bedenken gegenüber Metall wurden Federkern (Boxspring)-Matratzen an den Rand gedrängt und verloren stark an Bedeutung. In den letzten Jahren sind Metall-Federn durch den Boxspring-Trend wieder verbreitet aktuell geworden, ohne eigentliche Innovation. Es ist vor allem die Vermischung einer globalen Marktentwicklung mit verschiedenen System-Segmenten.
+
- verzögerte Stützung und Entlastung (Feder-Effekt)
- gute Durchlüftung (ausser bei «dichter» Oberfläche)
- gute Hygiene
- punktelastisch (je nach Anzahl Federn und Qualitätsniveau)
- hohe Gewichtsverteilung
- meist unabhängig von Unterlage
-
- keine punktgenaue, aktive Stützung möglich (wie bei Schaumstoff)
- meistens gesamte Stützung und Entlastung auf nur einer Lage Federn
- höhere Tendenz zu nachlassender Stützkraft und zu Muldenbildung
- gewisse Bedenken wegen Metall in der Matratze (Magnetfelder)
- ökologische Vorbehalte bei Entsorgung von Metall-Federn
- teilweise sehr schwer (Handling)
- kann zu kühl sein (weniger für Menschen, die eher frieren)
Informationen zu Boxspring
Federn (Kunststoff)
Matratzen mit Kunststoff-Federn sind in den 00er Jahren als wirkliche Innovation auf den Markt gekommen und konnten die führende Rolle aller Neuheiten in diesem Jahrzehnt übernehmen. Es war eine absolute Schweizer Erfindung und ein Beweis dafür, wie innovativ und führend Schweizer Hersteller und der Schweizer Markt ist. Die meisten bis dahin noch bestehenden Metall-Federkern-Matratzen wurden in diesem Jahrzehnt komplett an den Rand gedrängt.
Heute werden die Absicht und das Konzept solcher Kunststoff-Federkern-Matratzen von den verschiedenen Herstellern komplett unterschiedlich verstanden und interpretiert, da das Ur-Konzept von allen in irgendeiner Form kopiert wurde. Ist nun die Kunststoff-Feder ein ökologischer Ersatz für die Metall-Feder? Gerade bei grossen Bedenken gegen Metall. Oder erzeugt die Kunststoff-Feder mehr Komfort gegenüber einer Metall-Feder? Wird der Schaumstoff in der Kombination geschont und die Lebensdauer der Matratze dadurch erhöht? Die meisten Hersteller setzen heute Kunststoff- Federn mehr als «cooles» Werbe-Element ein, um die Matratze interessanter erscheinen zu lassen. Und je günstiger die Matratze ist, umso weniger Kunststoff-Federn sind drin. Die Frage, die bei jedem Modell bleibt: Für welchen Zweck sind die Federn eingebaut?
Dabei war die Grundidee der Kunststoff-Feder eine ganz andere, doch dies ist eine andere Geschichte … Und eines kann an dieser Stelle festgehalten werden: Kunststoff-Federn haben in der Funktion und im Charakter kaum
etwas gemeinsam mit Metall-Federn. Eine Kunststoff-Feder sollte fest
sein, sonst hängt sie durch. Zudem ist sie nie so elastisch wie eine
Metall-Feder. Will man richtigen Feder-Komfort, gibt es nur eine
klassische Federkern (Boxspring)-Matratze mit Metall-Federn.
Mittlerweile haben Matratzen mit Kunststoff-Federn an Bedeutung verloren, da auf der anderen Seite die klassischen Federkern/Boxspring-Matratzen mit Metall-Federn
zugelegt haben. Und der Handel wie Hersteller schwenken gerne um, wenn sich neue Zuwachs-Segmente bilden, auch wenn vielleicht Vorteile für andere Produkte sprechen würden.
+
- gute Durchlüftung
- gute Hygiene
- hohe Gewichtsverteilung
-
- keine punktgenaue, aktive Stützung möglich ökologische Vorbehalte bei Entsorgung von Kunststoff-Federn
- meistens gesamte Stützung und Entlastung auf nur einer Lage Federn
- höhere Tendenz zu nachlassender Stützkraft und zu Muldenbildung
- kann schnell zu kühl sein (weniger für Menschen, die eher frieren)
- ökologische Vorbehalte bei Entsorgung von Kunstoff-Federn
Luft-Matratze
Wenn es um eine regulierbare, anpassbare Matratze geht, ist die Luftmatratze ein interessantes System. Die Festigkeit und teilweise die Zonen lassen sich durch Luftzufuhr bzw. -entnahme regulieren. Man muss sich jedoch immer bewusst sein, dass die effektiven Regulierungsmöglichkeiten limitiert sind, da es wenige Kammern sind (grossflächige Ergonomie). Durch den geschlossenen Kern lassen sich gewünschte Zonen-Unterstützungen (Schulter, Rücken) nie so genau und aktiv einstellen wie bei anderen Matratzen-Systemen. Das Liegegefühl ist sehr direkt und grundsätzlich fester.
Waren in den 90er und 00er Jahren Luftmatratzen relativ erfolgreich, gingen sie in den letzten Jahren in der Wahrnehmung und im Angebot stark zurück. Gründe dafür waren übermässige Defekte und dass die Zahl der Hersteller stark zurückging (nur noch 1-2 Hersteller). Heute sind Luftmatratzen in einer Nische. Im Medizin-Bereich werden sie sporadisch für spezielle Einsatzbereiche noch eingesetzt.
+
- regulierbare Festigkeit (elektrisch oder automatische Regulierung)
- individuelle Verstellbarkeit (in Zonen, meist jedoch nur wenig)
- orthopädische / medizinische Anpassungen teilweise möglich
- passend in fast alle Betten
- limitierte Druckentlastung
-
- keine aktive Stützung möglich
- kann warm sein, Tendenz zu Hitzestau (geschlossener Kern)
- Unsicherheit der richtigen Ergonomieeinstellung («immer am Verstellen»)
- Gefahr des schleichenden Luftverlustes durch Ventile, Nähte (viel Nachpumpen)
- weniger geeignet für elektrisch verstellbares Bett
- service-intensiv
- eher teuer
- bei Defekt kein Bett mehr
WASSERBETT
Bett mit Wasser-Kammern
Wasserbetten unterscheiden sich durch ein ungewöhnliches Liegegefühl markant von allen anderen Schlafsystemen. Auf Wasser zu liegen teilt die Fans von den «Entsetzten». Dabei ist ein Wasserbett in der Festigkeit frei regulierbar und es ist immer schön warm. Da es so «exotisch» ist, um seinen einzigartigen Charakter überhaupt ausspielen zu können, ist das Wasserbett auf der anderen Seite auch mit vielen Nachteilen behaftet. Diesen muss man sich bewusst sein und in Kauf nehmen, damit die Freude über das Liegegefühl in einem Wasserbett nicht zu stark ins Negative fällt.
In den 80er Jahren wurde das Wasserbett breit in den Schweizer Markt gebracht und hatte seinen Höchststand in den 90er Jahren. In der Zwischenzeit hat das Wasserbett generell wieder an Bedeutung verloren, da viele Benutzer, die einmal ein Wasserbett hatten, kein neues mehr kaufen würden. Dafür gibt es verschiedene praktische wie medizinische Gründe. Und die Vorteile eines Wasserbetts haben teilweise auch etwas an Attraktivität verloren, viele andere Systeme sind als Konkurrenz dazugekommen. Zudem ist der Serviceaufwand für den Benutzer wie den Fachhandel sehr gross. Heute gibt es in der Schweiz auch nur noch einen namhaften Hersteller.
+
- einzigartiges Gefühl auf Wasser zu liegen
- sehr sanft
- regulierbare Festigkeit (nachfüllen)
- kann druckentlastend sein
-
- keine aktive, punktuelle Stützung möglich
- generell sehr passiv (einsinkend)
- Gefühl des Schwankens
- kann zu warm sein, Tendenz zu Hitzestau (geschlossener Kern)
- elektrisch notwendige, integrierte Heizung
- Unsicherheit der richtigen Ergonomieeinstellung («was stimmt»)
- kaum für medizinische Bedürfnisse geeignet, orthopädische / medizinische Anpassungen nicht möglich
- bei Seitenlage keine spezielle Schulterzone und Rückenstützung
- Gefahr von Kondenswasser und schleichendem Wasserverlust, vor allem durch Nähte
- keine Möglichkeit von Kopf- und Fussverstellung
- sehr service-intensiv (Flüssigkeit, Auflage reinigen)
- Gefühl von viel Wasser im Schlafzimmer (ca. 800 Liter)
- hohes Handling
- sehr aufwendig bei Umzug (Ab-/Aufbau)
- teuer
- bei Defekt kein Bett mehr
Internet-Konzept-Matratzen
gerollt - in Karton verpackt - versandt
Matratzen, die nach Hause verschickt werden, gibt es schon lange. Gerollte Matratzen als Mitnahmeartikel gab es auch schon lange (IKEA, Aldi, usw.). Neu ist die konsequente Vermarktung ausschliesslich über das Internet. Und dass für einen Matratzenversand eine eigene Marke geschaffen wurde, die möglichst «hip» vermarktet werden soll. Geführt von Internet-Spezialisten, ohne Hersteller zu sein. Es geht um die Bestellart per Internet, weniger um das Produkt.
Alles muss dabei höchst einfach sein. Möglichst nichts zu tun mit der eigentlichen Produktherstellung. Alles um das Produkt herum wird an einen Dritten - den Hersteller - ausgelagert. Es geht nur darum, ein Produktmodell an möglichst viele Menschen zu verkaufen. Schnell, automatisch. Natürlich geht dies nur mit einer Geschichte, welche das Einfach-Konzept erklärt, ob man diese glaubt oder nicht. So wird propagiert, dass ein Modell für alle Menschen passt. Bei denjenigen, wo es nicht passt, wird die Matratze wieder abgeholt. Die Anzahl Personen, die sie behält, decken alle Kosten.
Dieses Matratzen-Konzept richtet sich an Menschen, die grundsätzlich viel und alle Arten von Produkten über das Internet bestellen. Und möglichst ohne Risiko - auf Probe - bestellen, wenn die Ware ohne Kosten wieder zurückgeschickt werden kann. Es geht um den neuen Internet-Lifestyle und Spontanität als Auslöser. Die Ansprüche an eine solche Matratze dürfen trotz «hipper» Werbeaussagen sicher nicht hoch sein. Aufgeklärte, erfahrene Personen wissen, wie wichtig eine gute Beratung und eine individuell richtige Matratze ist.
Anzufügen ist bei diesem Konzept der ökologische Aspekt, die hohen Transportspesen und was mit den vielen Matratzen gemacht wird, die zurückgegeben werden. Lassen Sie sich nicht blenden vom Auftritt, sind Sie kritisch. Es gibt im gleichen Preissegment viele gute Eigenmarken bei verschiedenen Fachhändlern. Vergleichen Sie die Qualitäten. Denn: Lässt sich eine hochwertige Matratze einfach dünn zusammendrücken und rollen?
PS: Achtung, speziell bei Internet-Matratzen: Alle aufgeführten Test- und Bewertungs-Auszeichnungen sind mit grosser Vorsicht zu sehen. Viele sind selber ausgestellte Zeichen, die Eindruck und Vertrauen erzeugen sollen. Es ist mittlerweile auf solchen Portalen erwiesen, dass die meisten Test-Auszeichnungen selber erfunden sind (keine offiziellen mit Wert). Viele der Bewertungen und Kommentare wurden erfunden oder vom Personal erstellt.
+
- sehr einfach, schnell und «hip»
- kein Zeitaufwand für Beratung
- schnelle Lieferung
- kein Risiko, nach Wunsch wieder Abholung
- das Produkt ist einfach
-
- keine Produktkompetenz
- anonym - eine aus der Masse, man kennt den Hersteller nicht
- ökologische Bedenken (Transportspesen, was passiert mit vielen Retour-Matratzen)
